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Ironman 70.3 Germany: Keiner kann Kienle stoppen

Karlsruher gewinnt mit P. Jentschura Triathlon in Wiesbaden / Andrea Brede beste Deutsche

Die Nummer eins: Sebastian KienleSebastian Kienle aus Karlsruhe hat in Wiesbaden seinen Ruf als Aufsteiger des Jahres im Triathlon eindrucksvoll bestätigt. Überlegen gewann der 25 Jahre alte Profi vom Cucuma-Profi-Triathlon-Team (powered by P. Jentschura) die dritte Auflage des Ironman 70.3 nach 1,9 Kilometern Schwimmen, 90 Kilometern Radfahren und 21,1 Kilometern Laufen in 4:04:34,8 Stunden. Auf Platz zwei stürmte Mitfavorit Michael Raelert (Drage/4:05:25,2) nach vorn und fing den Schweizer Mathias Hecht (4:05:52,6) ab. Schnellste Frau war erwartungsgemäß die Niederländerin Yvonne van Vlerken, die in 4:42:46,1 Stunden die Finnin Tiina Boman (4:44:47,2) und die frisch vermählte Andrea Brede (4:49:27,5) noch auf die Plätze verwies.

Die großen Erwartungen an sich selbst konnte Titelverteidiger Faris Al-Sultan bei hochsommerlichen Temperaturen nicht erfüllen. Nach dem Schwimmen und anspruchsvollen 90 Kilometern auf dem Rad durch den Rheingau-Taunus-Kreis lag der ehemalige Hawaii-Sieger schon fast drei Minuten hinter der Spitze. Erst nach 4:11:47,1 Stunden hatte Al-Sultan die Tortur hinter sich gebracht. Auch der Vorjahreszweite Alessandro Degasperi aus Italien konnte nicht folgen, platzierte sich als Fünfter (4:08:34,5) vor dem Lokalmatador Uwe Widmann (8./4:15:55,5).

Die Vize-Weltmeisterin 2008 und Vize-Europameisterin 2009 van Vlerken bewies Kämpferqualitäten. Mehr als vier Minuten verlor die 20-Jährige beim Schwimmen auf die Schnellste im Wasser, Andrea Brede aus Köln. Erst auf den letzten Rad-Kilometern schloss die Wahl- Österreicherin zum Führungsduo Boman/Wenke Kujala (Hilpoltstein) auf, um dann rund ums Wiesbadener Kurhaus ihre läuferischen Qualitäten auszuspielen und sich gleich bei ihrem ersten Start in der hessischen Landeshauptstadt den obersten Platz auf dem Siegertreppchen zu sichern.

Kienle musste kämpfen, um seine nicht optimale Schwimmzeit von 27:01 Minuten auf der mit 1.500 Höhenmetern schweren Radstrecke zu kompensieren und beim Halbmarathon die Spitze zu übernehmen. Seinem hohen Tempo vermochte die Konkurrenz nicht zu folgen. Im Rekordfeld von 2.300 Einzelstartern – hinzu kamen noch 1.000 Staffelteilnehmer – schlugen sich die deutschen Profis sehr gut.

Ausschau: Am 04. und 11. Oktober wird Sebastian bei zwei 70.3 Rennen in Los Angeles und Dallas an den Start gehen und dann die Saison mit dem Höhepunkt am 14.11.09 bei der 70.3 Weltmeisterschaft in Clearwater beschließen. Andrea Brede bereitet sich derweil auf den Ironman auf Hawaii vor, der am 10. Oktober stattfindet! Das P. Jentschura Team drückt beiden die Daumen!

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