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Softdrinks = „Weichspüler“

Jugendliche mit Durst auf Limo haben instabilere Knochen

Jugendliche, die ihren Durst häufig mit Softdrinks löschen, haben im Schnitt weniger mineralhaltige und damit weniger stabile Knochen, wie die Universität Bonn unter Berufung auf eine Studie des ihr angegliederten Forschungsinstituts für Kinderernährung (FKE) mitteilte.

Die Ursache für diesen Effekt sei noch nicht vollständig geklärt. Die Konsequenz könne aber eine erhöhte Osteoporose-Gefahr im Erwachsenenalter sein.

“Je mehr derartiger Limonaden Jugendliche zu sich nehmen, desto geringer der Mineralgehalt ihrer Knochen”, erklärte Studienleiter Thomas Remer. “Prinzipiell zeigten sich zwei Effekte: Zumindest bei koffeinhaltigen Softdrinks haben wir eine direkte Auswirkung auf den Knochenstoffwechsel festgestellt – worauf genau diese beruht, wissen wir allerdings noch nicht.”

Hinzu kommt den Forschern zufolge noch ein indirekter Effekt: Wer seinen Durst meist mit Cola, Apfelschorle oder Zitronenlimo stille, nehme im Schnitt weniger Protein mit der Nahrung zu sich. Protein sei aber bei ausgewogener Ernährung wichtig für die Knochenentwicklung.

Bislang hatten Wissenschaftler demnach den negativen Einfluss von Softdrinks eher darauf zurückgeführt, dass die Limonaden Milch als Getränk ersetzten. “Wir konnten allerdings keinen spezifischen Zusammenhang zwischen Milchkonsum und Knochenmineralgehalt feststellen”, unterstrich der Autor der Studie, Lars Libuda.

Quelle: Spiegel.de

Fördern Softdrinks Knochenbrüche?

Vorlieben Jugendlicher für bestimmte Getränke scheinen sich auf die Knochenstabilität auswirken zu können. In einer US-amerikanischen Studie werden 460 etwa 15jährige Mädchen per Fragebogen zu körperlicher Aktivität, Genuß von Softdrinks und Knochenbrüchen befragt. Jedes fünfte Mädchen hatte bereits eine Fraktur.
Vorliebe für Cola- und Limonadengetränke scheint mit dreifach erhöhtem Knochenbruchrisiko einherzugehen. Körperlich aktive Mädchen, dir nur Cola trinken, sollen sogar ein fünffach erhöhtes Risiko haben.
Die Arbeit bestätigt ältere Daten. Retrospektives Design und fehlende Auskünfte – beispielsweise zur Kalzium – (Milch-) Aufnahme -  beeinträchtigen jedoch die Aussagekraft (WYSHAK, G.: Arch. Pediatr. Adolesc. Med.2000; 154:610-3).
In Cola enhaltene Phosphate könnten über sekundären Hyperparathyreoidismus die Entkalkung des Knochens fördern und so die Knochenbruchrate erhöhen. Wer größere Mengen Softdrinks konsumiert,  wird zudem seltener Milch und damit weniger Kalzium aufnehmen. Dabei schafft eine gute Kalziumversorgung im Kindes- und Jugendalter Vorraussetzungen für Knochenstabilität im Alter.

Osteoporose ist somit keine spezielle Erkrankung des Alters. Die Cola-Fanta-Sprite-Generation könnte mit ihrer Vorliebe für diese Softdrinks heute die Grundlage für Knocheninstabilität in späteren Jahren legen

Quelle: Arzneitelegramm 7/2000

Kurz notiert

Spröde Knochen. Sportliche Mädchen, die kohlensäurehaltige Erfrischungsgetränke wie Cola konsumieren, brechen sich häufiger die Knochen, fand Grace Wyshak von der Harvard Medical School in Boston heraus ( Archives of Pediatric an Adolescent Medicine, Bd. 154, S. 610).

Die Forscherin hatte bei 460 Schulmädchen den Zusammenhang zwischen Trinkgewohnheiten und erlittenen Frakturen untersucht. Unter den Softdrinkkonsumentinnen waren dreimal mehr Knochenbrüche aufgetreten als bei den anderen Mädchen. Trieben die Schülerinnen intensiv Sport, stieg die Häufigkeit der Knochenbrüche bei der Softdrinkgruppe sogar auf das Fünffache an.

Quelle: Tagesanzeiger Zürich 22.06.2000

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